"A Roadmap to 2020" [IEEE PEM Vol.13, No.1, February 2015]

Im Jahr 2007 haben die EU-Länder beschlossen, die EU zu einem hochgradig energie-effizienten und CO2 gering emittierenden Ökonomie zu machen; was 2009 in dem Pakt für Klimaschutz und Energie-Effizienz, nochmals bestätigt worden ist. 

Die Ziele sind unter dem Label "20-20-20" folgendermaßen definiert worden und beziehen sich auf das Jahr 1990:

a) 20% CO2 Reduktion; 

b) 20% Steigerung des Anteils, grüner, erneuerbarer Energie, im gesamten EU-Energiehaushalt; 

c) 20% Zunahme der Energie-Effizienz, im gesamten EU-Energiehaushalt.

Daraus ergeben sich bereits heute die Konsequenzen, die Rollen der Teilhaber einer grünen + digitalen Gesellschaft, bzw. Ökonomie, 

Verbraucher, Erzeuger, Operative Zentren für Systemsicherheit (SOC), Grid-Operateure etc. für Erzeugung und Verbrauch, Übertragung und Verteilung der Energie und Information

neu zu definieren, um einerseits einen fairen Wettbewerb und andererseits Versorgungssicherheit, gewährleisten zu können. 

Mit anderen Worten: gering anfällige, stabile Netze und Grids sind auch sichere und effiziente Netze! 

ARTE, in der Sendung "Die große Stromlüge", vom 29.3.2016, bemängelt im "Versprechen Nr.5: einen gemeinsamen Europäischen Energiemarkt zu schaffen", daß erst im Jahr 2030, mind.15% notwendige Verbundkapazität in den Grids der EU-Länder geschafft werden kann. Die Verbundkapazität ist notwendig, um erneuerbare Energiequellen EU-weit effizient nutzen zu können; also ist nicht dran zu denken, daß die 20-20-20 Energieziele absehbar erreicht werden können. 

Alle 6 "Stromlügen", verpackt als unerfüllte Hoffnungen, lauten:

  1. Liberalisierung des Strommarktes --> Ökonomisierung, ohne Berücksichtigung der physikalischen Eigenschaften der Ware Strom;
  2. Sinkende Strompreise --> "Heat or Eat" in UK 85% Strompreissteigerung; 
  3. "Energiewende" --> DEU steigert Erneuerbare-Energieanteil auf 28%, gleichzeitig wird DEU EU-Meister im CO2-Ausstoß mit 912Mio t; 
  4. erneuerbare Energiequellen verfügbar machen --> DEU zahlt 200Mrd.€ Zuschuß mit dem Ergebnis sinkender Rentabilität stabilisierender nicht-erneuerbarer Energiequellen;
  5. gemeinsamer EU Energiemarkt --> EU importiert 53% seines Energieverbrauchs - weniger als 15% der erforderlichen Verbundkapazitäten bis 2030 verfügbar;
  6. transparenter Energiemarkt --> Laufzeitverlängerung der EDF-Kernkraftwerke auf 40J. - kein Verbraucherschutz wegen Liberalisierung ohne Regulierung - keine Versorgungssicherheit ohne Investitionen ins Stromnetz;  

  

 

 

 


http://rg-berlin-brandenburg.gi.de/itenergie.html