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SUMMARY:Zukunft der Arbeit – soziotechnische Gestaltung der Arbeitswelt im 
 Zeichen von »Digitalisierung« und »Künstlicher Intelligenz«
DESCRIPTION:Mit Macht verfolgte Ansätze, mittels symbolischer »Künstlicher 
 Intellingenz« und »wissensbasierter Systeme« eine kundenorientierte, flexib
 el automatisierte Wertschöpfung zu realisieren und lebendige Arbeit daraus 
 weitgehend zu verdrängen, haben sich in der Folge als Illusion erwiesen. Vi
 elmehr hat sich gezeigt, dass umso höher entwickeltes Arbeitsvermögen verla
 ngt wird, je dynamischer die Marktanforderungen sind und je umfangreicher u
 nd komplexer das benötigte explizite Wissen samt seiner technischen Verkörp
 erung ist. Nun wird unter Schlagworten wie »Industrie 4.0«, »Internet der D
 inge« und »cyber-physische Systeme« erneut der Anspruch erhoben, neue Horiz
 onte flexibel automatisierter Wertschöpfung zu eröffnen. Technisch soll das
  diesmal mittels konnektionistischer Künstlicher Intelligenz, Maschinenlern
 en, Robotik, Big Data und schneller Netzkommunikation in Verbindung mit akt
 uellen Entwicklungen in der Softwaretechnik erreicht werden.\n\nBei dieser 
 Konzeption stellen sich erneut Fragen nach einer menschengerechten, an der 
 Entfaltung von Arbeitsvermögen orientierten Gestaltung von Computersystemen
  in Einheit mit einer an Produktivität und Agilität orientierten Organisati
 onsentwicklung, Arbeits- und Technikgestaltung. Im Spannungsfeld zwischen t
 echnisch Machbarem und sozial Wünschenswertem bewegt sich die künftige Entw
 icklung zwischen einer technikzentrierten Perspektive, die lebendiges Arbei
 tsvermögen weitgehend nachzuahmen und zu ersetzen trachtet, und einer praxi
 sorientierten Perspektive, der zufolge sich die Gestaltung von Computersyst
 emen und Organisationsformen an der Entfaltung lebendigen Arbeitsvermögens 
 orientiert. Ist bei der ersten Perspektive der Verlust praktischer, für den
  Störfall aber benötigter Handlungskompetenz zu befürchten, so zielt die zw
 eite Perspektive auf die menschengerechte, partizipativ-reflexive Gestaltun
 g von Organisationsformen, Arbeitsaufgaben, technischen Arbeitsmitteln und 
 ihren Interaktionsformen mit dem Fokus auf Entfaltung praktischer Handlungs
 kompetenz in agilen Organisationen. Dabei werden insbesondere Fragen nach a
 ngemessener Funktionsteilung zwischen Mensch und Automat, nach Transparenz 
 und Nachvollziehbarkeit selbsttätiger Abläufe sowie nach Möglichkeiten und 
 Bedingungen menschlichen Eingriffs vordringlich.\n\nIn diesem Kontext erhäl
 t die Frage nach der Methodologie der Softwareentwicklung und der ihr zugru
 nde liegenden Epistemologie erneute Aktualität. Was ist aus den Ansprüchen 
 an eine überprüfbar an den Nutzerinnen und Nutzern orientierte, d. h. ratio
 nale und transparente Softwareentwicklung und Systemgestaltung geworden, di
 e bis in die 1990er einen bedeutenden Platz in der wissenschaftlichen Disku
 ssion einnahmen? Seither hat sich nicht nur das Volumen der produzierten So
 ftware wie der realisierten Anwendungssysteme vervielfacht, sondern haben m
 it dem Wiederaufleben der konnektionistischen Künstlichen Intelligenz Entwi
 cklungsverfahren an Bedeutung gewonnen, die durch die klassische Methodendi
 skussion kaum adressiert wurden. Was ist der Stand der Auseinandersetzung m
 it dieser Situation, sowohl aus der Sicht der methodischen Softwareentwickl
 ung und Systemgestaltung als auch der sozialwissenschaftlichen Reflexion?\n
 \nEine formlose Anmeldung zur Tagung unter Angabe von Titel, Name, E-Mail-A
 dresse und Institution wird erbeten an: fuchs-kittowski@t-online.de
LOCATION:Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
DTSTAMP:20191211T085748Z
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